Außerakademisches Programm
Änderung!
Die Bierprobe am Sonntag findet bereits um 19.00 Uhr statt. Dementsprechend verschiebt sich auch der Termin für den Treffpunkt auf 18.30 Uhr.
Stadtführung
Sonntag, den 1. März 2009, 15.00 Uhr
Die Weltkulturerbe-Stadt Bamberg bietet mit ihrer über tausendjährigen Geschichte unzählige Sehenswürdigkeiten: den Dom mit dem „Bamberger Reiter“, die Alte Hofhaltung, in der 1208 Philipp von Schwaben ermordet wurde, das Alte Rathaus, das auf einer künstlichen Insel inmitten der Regnitz liegt und die alte Herrschaftsgrenze zwischen bischöflicher Berg- und bürgerlicher Inselstadt markiert. Doch neben diesen berühmten Denkmälern, finden sich in Bamberg auch zahlreiche Kleinodien, die nicht weniger sehenswert sind. An einige dieser Orte, die vielleicht selbst Bamberg-Kenner noch nicht besucht haben, möchten wir Sie führen.
Treffpunkt: An der Universität 5 (im Hof)
Dauer: ca. 2 Stunden
Konzert in St. Stephan
Sonntag, den 1. März 2009, 17.00 Uhr
Die Kantorei St. Stephan singt Miserere b- Moll von E.T:A. Hoffmann
Das Stift St. Stephan in der Bamberger Altstadt wurde 1007/1009 vom Bamberger Bischof Eberhard I. gegründet, eventuell auf Weisung Kaiserin Kunigundes. Die Kirche wurde Ostern 1020 von Papst Benedikt VIII. geweiht. Das Stift wurde 1803 im Zuge der Säkularisation aufgelöst. Die Stiftskirche wurde 1807 eine evangelische Kirche.
Der heutige Bau umfasst drei Bauperioden: der älteste Bauteil ist der Turm, mit einem Turmdach von 1698. Der Chor von 1628 wurde durch den Baumeister Giovanni Bonalino, die Kirche in griechischer Kreuzform mit den drei weiteren Kreuzbalken durch Antonio Petrini 1678–1681 erbaut. Petrini behielt die ursprüngliche Grundrissform des 11. Jahrhunderts bei.
Im Jahre 1808 wurde die Kirche vom Staat der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde übergeben. Aufgrund der Eheschließung des bayerischen Kronprinzen Maximilian mit der Prinzessin Marie Friederike von Preußen und ihres längeren Aufenthalts in Bamberg erhielt die Kirche im westlichen Kreuzbalken eine Königsloge.
Bierprobe
Sonntag, den 1. März 2009, 19.00 Uhr
Stadt und Landkreis Bamberg bieten die größte Brauereiendichte der Welt. In zahlreichen Familienbetrieben wird für den Genießer gebraut, es gibt keine Massenproduktion. Das Brauereimuseum, untergebracht in der urkundlich ältesten Braustätte Bambergs, führt in die Braukunst selbst ein und bietet einen Überblick über die Vielfalt der Bamberger Biere.
Treffpunkt: 18.30 Uhr an der Aula
Teilnahmegebühr: 12,50 Euro (Selbstkostenpreis)
Konzert “Das Mittelalter in romantischen Farben”
Montag, den 2. März 2009, 20.15 Uhr
Seit seiner “Wiederentdeckung” im 18. Jahrhundert hat das Mittelalter immer wieder Dichter und Komponisten angeregt und inspiriert. Besonders in der Romantik gab es ein ausgeprägtes Interesse an mittelalterlichen Themen. Dabei wurden 'originale' mittelalterliche Texte genauso aufgenommen wie literarische Stoffe oder Motive und historische Ereignisse oder Personen.
Der Liederabend widmet sich der Mittelalter-Rezeption im Kunstlied und bietet einen Reigen von Walther von der Vogelweide bis Johann Wolfgang von Goethe, von Franz Schubert bis Hans Pfitzner.
Nora Lentner studiert Gesang an der Universität der Künste Berlin bei Frau Prof. Julie Kaufmann. Sie hat bereits als Schülerin u.a. bei “Jugend musiziert” sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene 1. Plätze erreicht. 2004 erhielt sie ein Stipendium der Johann-Strauß-Gesellschaft, 2007 ein Stipendium des Richard Wagner-Verbandes. 2008 wurde ihr der erste Preis im Bundeswettbewerb Gesang (Juniorenwettbewerb) zuerkannt.
Andrea Schindler hat Germanistik und Musikpädadodik studiert und früh, u.a. mit Nora Lentner, Erfahrungen als Korrepetitorin gesammelt.
Exkursion zur Abtei Ebrach
Donnerstag, den 5. März 2009
Die Abtei Ebrach ist das älteste rechtsrheinische Zisterzienserkloster überhaupt. Als Tochterkloster der Primarabtei Morimond am 25. Juni 1127 gegründet, war es der Gründungssage zufolge kein Geringerer als Bernhard von Clairvaux († 1153), der ab 1119 den Aufbau des Klosters Ebrach unterstützt haben soll.
Malerisch im Talkessel der mittleren Ebrach – dem sog. “Mönchsgau” – gelegen, stellt die ehemalige Klosteranlage ein eindrucksvolles Beispiel barocker Baukunst dar. Obwohl es weiterhin umstritten ist, ob die Planung der neuzeitlichen Gebäude auf Johann Dientzenhofer oder doch eher Balthasar Neumann zurückgeht, zählen das Treppenhaus und der Kaisersaal zweifellos zu den Höhepunkten des fränkischen Barocks. Die Klosterkirche dagegen gilt als “der großartigste frühgotische Bau, den Deutschland hervorgebracht hat” (Dehio); die mittelalterliche Grundstruktur des Gotteshauses blieb trotz seiner frühklassizistischen Innenausstattung bis zum heutigen Tag erhalten. Von kunsthistorischer Bedeutung sind vor allem die Fensterrose an der Westfassade, die den Mittelpunkt des gotischen Dekors bildet, sowie die Michaelskapelle an der Nordseite der Kirche, an deren frühgotischem Gewölbe noch eine Reihe spätromanischer Flechtbandornamente zu sehen sind. Seit dem Ende der Restaurierungsarbeiten im Jahr 2006 erstrahlt das Gebäude wieder in altem Glanz.
Kloster Ebrach gehörte bis zu seiner Auflösung im Zuge der Säkularisierung 1803 zum Hochstift Würzburg und dient seit 1851 als Justizvollzugsanstalt; der berühmteste Vorsteher des Klosters, Abt Degen (1658 – 1686), ist für die Einführung der Silvanertraube im Weinanbaugebiet Franken verantwortlich.
Teilnahmegebühr: 12.- Euro (Selbstkostenpreis)


